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OV Hollenstedt

Grüne in der Samtgemeinde Hollenstedt

Wenn Realität auf Planung trifft - und umgekehrt

Drei schriftliche Anfragen stellte unsere fleißige GRÜNEN-Fraktion auf der Gemeinderatssitzung in Wenzendorf am 09.07.2015. Ebenso interessant waren die Tagesordnungspunkte über einen Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und dem TUS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf über die Nutzung der Sportanlage Zum Sportplatz sowie die Vereinbarung mit den Grundeigentümern entlang des Este-Wanderweges.

Fester Bestandteil zu Beginn der Gemeinderatssitzung ist die Genehmigung des Protokollentwurfs. Wiederholt lehnten unsere GRÜNEN Gemeinderatsmitglieder die Niederschriften ab, weil die vielen Fragen der Einwohnerinnen und Einwohner nicht protokolliert werden. „Der Bürgermeister beantwortet die Fragen der anwesenden Einwohner“ ist viel zu knapp formuliert und gibt keine Auskunft über die angesprochenen Themen. GRÜNEN-Anträge zu diesem Aspekt wurden in der Vergangenheit von der Mehrheitsfraktion abgelehnt. Bürgermeister Manfred Cohrs versprach nun überraschend eine Änderung. Hoffentlich wird hier zukünftig ein Schritt in die richtige Richtung gemacht.

 

Der Bürgermeister berichtete über die bisherige Nutzung des Anrufsammeltaxis (AST). Die Anzahl der Fahrten ist leider noch gering. Nach zwei Jahren Erprobung wird dann entschieden werden, ob für die Gemeinde dieser besondere Bürgerservice sinnvoll ist.

Der Pachtvertrag über die Nutzung des Waldstadions Zum Sportplatz für die Fußballer des FC Este 2012 wurde einstimmig genehmigt. Die Anlage darf unentgeltlich 10 Jahre lang für sportliche Veranstaltungen im Jugend- und Seniorenbereich genutzt werden. Voraussetzung dafür ist eine Haftpflichtversicherung und die Pflege der Anlage samt der Skater-Bahn. Jährlich leistet die Gemeinde für die wichtige ehrenamtliche Arbeit des TUS Jahn einen Zuschuss in Höhe von 3.100 €, zusätzlich übernimmt sie wie bisher die Kosten für die Müllabfuhr und die Grundsteuer. Zu berücksichtigen ist, dass in den letzten Monaten der Sportverein über 6.000 € in eine neue Kläranlage investiert hat.

Der Regionalpark Rosengartenhat in den letzten Jahren u. a. unterschiedliche Wanderwege in seinen Karten veröffentlicht. In unserer Gemeinde geht eine Tour durchs Estetal. Der Weg führt allerdings über private Flächen. Damit den Grundeigentümern der Waldgebiete keine rechtlichen Nachteile entstehen, ist eine Vereinbarung gemäߧ 28 NWaldLGnotwendig geworden. Die Vereinbarung wurde einstimmig beschlossen.
Uns ist es wichtig, dass die Menschen die schönen Wanderwege an der Este nutzen dürfen und nicht ausgesperrt werden.

Zu unserer ersten schriftlichen Anfrage „Ersatz Bepflanzung Ausgleichsmaßnahme“ versprach der Bürgermeister, die abgestorbenen Bäume zur Pflanzsaison am Dangerser Weg/Mergelkuhlenweg austauschen zu lassen. Seit fast zwei Jahren fordern wir nun den Ersatz.

Besondere Brisanz hat unsere zweite Anfrage zum „B-Plan Dierstorf-Heide II. Uns und einigen Einwohnern ist aufgefallen, dass der Waldcharakter in Dierstorf-Heide stark leidet und oft die Kreissägen zu hören sind. Der Bebauungsplan sieht vor, dass 70 % der Baufläche mit Waldvegetation zu erhalten ist (Siehe Punkt 5.3). Am Hasenkamp sind auf einigen Grundstücken nur noch äußerst wenige Bäume zu finden.
Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Bauabteilung des Kreises in Winsen für die Überwachung der B-Pläne zuständig sei, die Gemeinde nehme die Kontrolle nicht vor.
GRÜNEN-Ratsmitglied Manfred Thiel kritisierte verärgert: „Es ist schon paradox, wenn rechtliche Vorgaben auf die Wirklichkeit treffen. Auch eine gemeindliche Kontrolle vor Ort ist notwendig, oder sollen die Bürgerinnen und Bürger nun zu Denunzianten im fernen Winsen werden?“

Unsere dritte schriftliche Anfrage bezog sich auf die „Dorferneuerung/Haushaltsansätze. Bei der Recherche über die europäischen Agrarsubventionen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährungist der Förderungsbetrag von 182.520 € für 2014 zu finden. Wofür diese Zahlungen verwendet wurden und wie viele Aufwendungen den Einnahmen entgegenstehen, wollte unsere Fraktion genau wissen.
Der Bürgermeister vertröstete auf die anstehenden Haushaltsberatungen Ende des Jahres. Drei Posten ergeben den Subventionsbetrag: zunächst die Beratungskosten für den Planer der Dorferneuerung, die Umgestaltung des Ehrenmals am Wenzendorfer Kreisel und die Straßenbaumaßnahmen in Klauenburg.

Erneut wurde von den GRÜNEN Ratsmitgliedern unter „Anfragen und Anregungen“ auf die notwendige Reparatur des Buswartehäuschens in der Lindenstraße (Wennerstorf) hingewiesen.
Ebenso wiederholte man die Einwohnerfragen der letzten Ratssitzung, so dass diese dann protokollert werden: Reinigung der Ortsschilder, Fuß- und Radweg sowie Straßenbeleuchtung einschließlich Reparatur der Pfosten im Wennerstorfer Kirchweg, Tempo-30-Zone im Max-Schmeling-Weg, Überquerungshilfe Max-Schmeling-Weg/K40.



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