Auf der öffentlichen Sitzung des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Hollenstedt kam es am vergangenen Montag zu einer Patt-Situation. Bei den Haushaltsberatungen zum Brandschutz sollte dem Samtgemeinderat die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Appel empfohlen werden. Die drei CDU-Mitglieder verweigerten jedoch gegen das Votum von SPD und Grünen die Zustimmung zu dem 350.000 Euro teuren Investitionsprojekt. Der Vertreter der WGH blieb der Sitzung fern, so dass bei Stimmengleichheit zur Enttäuschung der anwesenden Feuerwehrleute hier keine Empfehlung ausgesprochen werde konnte. Gemeindebrandmeister Carsten Beneke hatte vorweg die Notwendigkeit des Anbaus wegen neuer technischen Anforderungen erläutert. Auch Samtgemeindebürgermeister Uwe Rennwald unterstützte die Baumaßnahme.
Ausschussvorsitzender Manfred Thiel (Bündnis 90/Die Grünen) meinte nach der Sitzung: „Hier hat die CDU eine erste Chance vertan, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen." Denn mit dem Ausbau des Feuerwehrhauses könne mit dem Appeler Gemeindevorhaben ein Dorfversammlungshaus entwickelt werden. Beide Baumaßnahmen seien langfristig unter dem Strich sowohl für die die Samtgemeinde als auch für die Gemeinde Appel die kostengünstigste Variante. Andere Städte und Gemeinden investierten wesentlich mehr in den Brandschutz. Thiel ergänzt noch: „Mal sehen, wie sich die WGH positioniert?" Die Karten werden offenbar noch gemischt, eine Entscheidung könnte im Januar fallen.
Davor hatte Gemeindebrandmeister Carsten Beneke in seinem Bericht und bei der Vorstellung des aktuellen Feuerwehrkonzepts auf die Stärken der sieben Gemeindewehren hingewiesen. Er verschwieg aber nicht die Probleme der Freiwilligen Feuerwehr. So ergeben sich wegen der wachsenden Gewerbegebiete, der Biogas- und Windkraftanlagen sowie neuer Vorschriften und Normen im Bereich der Brandschutztechnik besondere Herausforderungen, und das bei der negativen demografischen Mitgliederentwicklung.
Einvernehmen im Ausschuss bestand in der Einführung einer Kinderfeuerwehr. Kinder sollen zukünftig pädagogisch für die Jugendfeuerwehr interessiert und vorbereitet werden.
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