Menü

Erste Präsenzsitzung im neuen Dorfgemeinschaftshaus Wenzendorf

Am 27.10.2021 tagte der Gemeinderat in Wenzendorf zum letzten Mal in dieser Wahlperiode.
Erstmalig fand eine Gemeinderatssitzung im neuen Dorfgemeinschaftshaus in Präsenz unter 2G-Bedingungen statt.
Im Zentrum der Tagesordnung  stand eine Spende über einen alten Bahndamm und die vollständige Nutzungsüberlassung des alten Gemeindehauses für die Freiwillige Feuerwehr.

Vor Einstieg in die Tagesordnung wurden vom Städte- und Gemeindebund vier Mitglieder der Wählergemeinschaft für ihre langjährige ehrenamtliche Gemeinderatsarbeit geehrt.
Zu Beginn fand die Wenzendorfer Gemeinderatssitzung unter starker öffentlicher Beteiligung statt. Anliegerinnen und Anlieger vorwiegend aus Dierstorf-Heide nutzten die Möglichkeit der „Einwohnerfragestunde“ zu Beginn dieser letzten Ratssitzung der Wahlperiode 2016/21. Der Bürgermeister nahm dabei Stellung zur zukünftig geplanten Erschließung/Asphaltierung für die Straßen "Birkenhain" und "Am Teeberg". An den Kosten für dieses Projekt müssten sich die Anwohnerinnen und Anwohner stark beteiligen. Festlegen wollte sich Bürgermeister Cohrs nicht, aber schätzte ein, dass die Kosten für Tiefbauarbeiten weiterhin explodieren und die Maßnahme verschoben werden könnte. Nach der Einwohnerfragestunde hatten sehr viele Besucherinnen und Besucher kein Interesse mehr an dieser Veranstaltung und verließen das Dorfgemeinschaftshaus.

Mit der Spende einer ehemaligen Bahntrasse an die Gemeinde befasste sich die Grünen-Fraktion im Voraus intensiv. Viele Fragen wollte das Grünen-Team geklärt wissen und stellte kurzfristig zehn Fragen an den Bürgermeister. Die Fragen wurden prompt beantwortet.
Bei dem Gelände von fast 39.000 m2 handelt es sich um einen heute genutzten Wanderweg auf einem alten Bahndamm von Dierstorf nach Hollenstedt. Der Bahnverkehr wurde 1966 eingestellt und der Damm schon lange ausgebeutet. Schwellen, Schienen und der Schotter wurden entfernt und weiterverwendet. Im Sommer dieses Jahres prüfte ein spezialisiertes Labor den Boden auf Giftstoffe unterschiedlichster Art. Die Grenzwerte sind weit unter den kritischen Marken. Die Fläche kann zudem kaum als Ausgleichsfläche für andere Baumaßnahmen der Gemeinde oder des Landkreises dienen. Das Gelände liegt im Landschaftsschutzgebiet und ist inzwischen eine grüne Oase. Eine weitere Aufwertung ist kaum möglich.
Einstimmig beschloss der Rat, die Spende anzunehmen und die Kosten für die Bodenuntersuchungen und die Aufwendungen für die notarielle Eintragung zu übernehmen.
Der schöne Wanderweg wird demnächst also Eigentum der Gemeinde.

Schon vor Wochen beschloss der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss, dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr das alte Gemeindehaus jetzt vollständig nutzen dürfen. Eine schriftliche Vereinbarung zwischen Samtgemeinde und Gemeinde konnte der Samtgemeindebürgermeister Heiner Albers seit fast einem halben Jahr leider noch nicht vorbereiten. Um der Freiwilligen Feuerwehr aber die Nutzung schon zu ermöglichen, stimmten alle Ratsmitglieder der Beschlussvorlage zu.

Die über 25 Jahre alte Aufwandsentschädigungssatzung wurde intensiv im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss behandelt und auf heutige Anforderungen mit deutlichen Erhöhungen angepasst. Ohne Diskussion stimmte der Rat der neuen Satzung zu.

Am 25.11. wird die konstituierende Sitzung des neuen Rates stattfinden und der Bürgermeister sowie seine Vertretung gewählt werden.



zurück