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Aus dem Corona-Schlaf erwacht

Nach inzwischen 14 Monaten fand eine Gemeinderatssitzung in Wenzendorf als Video-Konferenz am 19.05.2021 statt. Damit ist Wenzendorf die letzte Gemeinde, die unter Corona-Bedingungen eine Ratssitzung durchführte. Die wichtigsten Tagesordnungspunkte waren die Benutzungs- und Entgeltordnung für das neue Dorfgemeinschaftshaus und die Grünen-Anträge zur Geschäftsordnung sowie zu Artenvielfalt/Insektenschutz.

In konstruktiver Atmosphäre trafen sich die Mitglieder des Rates nach mittlerweile 14 Monaten zu einer Video-Sitzung. In seinem Bericht erläuterte der Bürgermeister das abgespeckte Projekt Dierstorf K40/Schäferstieg, das im Rahmen der Dorferneuerung Ende 2022 fertig gestellt werden soll. Die Ausschreibungen hierfür würden auf den Weg gebracht.

Nachdem die drei Grünen-Mitglieder des Gemeinderates einige Änderungen am vorgelegten Entwurf über eine Benutzungs- und Entgeltordnung für das neue Dorfgemeinschaftshaus anregten, wurde diese nach intensiver Abwägung hernach einstimmig verabschiedet. Die Benutzungsgebühren für private Zwecke (z. B. Feiern) wurden von 250 € auf 200 € für den großen Saal und von 200 € auf 150 € für den kleinen Saal verringert.

Um ein zeitnahes Protokoll der öffentlichen Gemeinderatssitzungen vorzulegen, beantragte die Grünen-Fraktion eine Änderung der Geschäftsordnung und verwies auf die Praxis in anderen Gemeinden. Ein Protokoll ist eben nicht nur ein Papiertiger, sondern dient der Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Beschlüssen und ist somit Instrument der Kontrolle politisch Verantwortlicher. Nach Diskussion fand sich ein Kompromiss. Die Protokolle sollen jetzt nach vier Wochen versendet werden.

Der zweite Grünen-Antrag hatte Maßnahmen zur Artenvielfalt und den Insektenschutz zum Thema. Wenzendorfs stellvertretender Bürgermeister erweiterte den Antrag detailliert als Prüfauftrag, zusätzlich auch Fördermittel gegebenenfalls zu beantragen. Für die Grünen ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Bisher wurden solche Grünen-Anträge abgelehnt. Ist das den Wahlumfragen geschuldet oder späte Einsicht?



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