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Mehr lebenswerter Dorfkern oder größere Funktionsbauten?

Ruth Alpers, Grünes Mitglied im Hollenstedter Gemeinderat, beantragt zur nächsten Sitzung des Gemeinderates Hollenstedt, das Thema "Gestaltung des Dorfkerns" auf die Tagesordnung zu setzen.
In dem Antrag begründet Alpers ausführlich ihr Anliegen:


"Im letzten Jahr wurde viel diskutiert, wie sich Hollenstedt weiterentwickeln wird. Mehrere Discounter im Ortskern wollen sich vergrößern, das Samtgemeinderathaus muss dringend saniert oder neu gebaut werden und für die kleine Grünfläche zwischen Friedhof und Volksbank gibt es auch Wünsche für ein mehrstöckiges Wohn- und Geschäftshaus.

Ein beauftragtes Einzelhandelsgutachten kommt zusätzlich zum Ergebnis, dass der Dorfkern für noch mehr Discounter und Parkplätze freigegeben werden soll. Wir haben darüber gesprochen, was Grundstückseigentümer im Dorfkern wollen. Jetzt ist es an der Zeit zu beraten, was der Gemeinderat im Dorfkern will: wirtschaftlichen Interessen nachgeben – oder mit aller Kraft versuchen, ein lebenswertes Zentrum zu schaffen! Wir brauchen kein Einzelhandelsgutachten, das die besten Standorte für Discounter sucht, sondern ein Konzept, wie man den Dorfkern zum Treffpunkt für die Hollenstedter macht. Wenn der Gemeinderat allen Wünschen nachgibt, wird der Dorfkern endgültig zu einer Parkplatzwüste mit Discountern, in der sich niemand länger aufhalten möchte als unbedingt nötig. Das ist nicht das, was wir Hollenstedter Grünen uns für Hollenstedt als Dorfkern vorstellen.
Ein Dorfkern sollte ein Platz sein, wo man gerne ist, wo man Gespräche vertiefen kann und keine Angst haben muss, dass die Kinder von Autos überfahren werden. Um ein solches Konzept zu realisieren, darf die Gemeinde Ausnahmegenehmigungen zum Bebauungsplan nur noch geben, wenn die Bauvorhaben in dieses Konzept passen. Es muss auch versucht werden, Flächen zu kaufen oder zu tauschen mit Flächen im Besitz der Gemeinde Hollenstedt.

Eine Umgehungsstraße passt auch sehr gut in dieses Konzept mit weniger Verkehr. Fast alle Flächen im Dorfkern sind in Privatbesitz, was Gestaltungsmöglichkeiten für einen belebten Dorfkern mit Freiflächen und Begegnungsmöglichkeiten schwer, aber nicht unmöglich macht. Wer jetzt Ausnahmegenehmigungen für größere Discounter und mehr versiegelte Parkflächen geben will, schadet unserem Dorf.
Noch haben wir eine Chance, unser Dorf schöner und lebenswerter zu gestalten!"

Die Kreiszeitung Wochenblatt Nord Heide berichtet am 24.02.2021 auf Seite 15 über die Vorstellungen der CDU/SPD zur Dorfentwicklung in Hollenstedt:
Wohnbebauung und Ortsumfahrung forcieren

 



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